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Glossar · Informationssicherheit

Protokollierung und Überwachung

Das Aufzeichnen von System- und Sicherheitsereignissen und deren laufende Auswertung, um Auffälligkeiten zu erkennen und Untersuchungen zu unterstützen.

Die Protokollierung erfasst Ereignisse wie Anmeldungen, Konfigurationsänderungen und Fehler, während die Überwachung die aktive Auswertung dieser Aufzeichnungen ist, um Anzeichen von Problemen zu erkennen. Gemeinsam schaffen sie Transparenz über das Geschehen in den Systemen.

Gute Protokollierung unterstützt Erkennung, Alarmierung und forensische Untersuchung nach einem Vorfall. Protokolle müssen selbst gegen Manipulation geschützt und angemessen lange aufbewahrt werden.

In Produktionsanlagen und anderer OT gelten andere Voraussetzungen. Steuerungssysteme vertragen oft keinen Agenten, laufen zehn Jahre und länger ohne Wartungsfenster, und Verfügbarkeit steht über Vertraulichkeit. Erfasst wird deshalb meist passiv: über einen Mirror-Port oder eine Datendiode auf einen Kollektor im eigenen Segment statt über Software auf der Maschine. NIS2 zählt solche Anlagen zum Geltungsbereich, sobald sie einen wesentlichen oder wichtigen Dienst tragen, womit die Protokollierung in der OT eine Compliance-Frage ist und nicht nur eine technische.

Begriffe sind nur dann nützlich, wenn daraus belastbare Arbeit wird.